Der Männer Blog
7 Dinge über Unterhosen, die dir noch keiner sagte.

Ich hab jahrelang Unterhosen gekauft, ohne einmal draufzuschauen, aus was sie sind. Baumwolle. Fünferpack. Fertig.
Letzten Sommer hab ich mich zum ersten Mal gefragt, warum es jeden Tag ab mittags gleich anfängt. Und warum es abends riecht, obwohl ich morgens geduscht habe.
Hier sind sieben Sachen, die ich dabei gelernt habe. Die ersten drei erklären das Problem. Die letzten vier sagen dir, worauf du beim Kaufen achten musst.
Es geht nicht ums Schwitzen. Es geht ums Trocknen.

Das war für mich der wichtigste Punkt.
Du kannst nicht steuern, wie viel du schwitzt. Aber du kannst steuern, was danach passiert.
Viskose aus Bambus trocknet schneller als Baumwolle. Die Fasern sind glatt und liegen dicht. Die Feuchtigkeit bleibt nicht an einer Stelle stehen, sondern verteilt sich und geht an die Luft.
Das heißt nicht, dass du weniger schwitzt. Es heißt, dass die Haut trocken bleibt, während du schwitzt.
Baumwolle saugt sich voll. Und bleibt nass.

Baumwolle nimmt viel Feuchtigkeit auf. Bei einem Handtuch ist das gut. Da soll es genau so sein.
Bei einer Unterhose ist es das Gegenteil. Der Schweiß geht rein und bleibt drin. Stundenlang.
Und du merkst es nicht sofort. Erst nach ein paar Stunden.
Der Geruch kommt nicht von dir.

Frischer Schweiß riecht fast nach nichts.
Er fängt erst an zu riechen, wenn er lange warm im Stoff liegt.
Deshalb bringt öfter duschen auch wenig. Du bist sauber, und zwei Stunden später ist der Stoff wieder genauso nass wie vorher.
Nasser Stoff macht warm.

Nasser Stoff liegt eng an und hält die Wärme fest.
Deshalb ist es da unten wärmer als am Rest vom Körper. Auch wenn du nur im Büro sitzt.
Und je wärmer es ist, desto mehr schwitzt du. Ab da dreht es sich im Kreis.
Die Oberfläche und die Nähte.

Fass mal den Stoff an. Wenn er sich rau anfühlt, reibt er auch auf der Haut.
Achte auf zwei Sachen: keine dicke Naht innen am Bein, und ein Etikett, das aufgedruckt ist statt eingenäht.
Klingt nach Kleinkram. Ist es nicht. Das sind die zwei Stellen, an denen es nach acht Stunden anfängt zu zwicken.
Meistens ist das Gummi oben schuld.

Wenn eine Unterhose nervt, liegt es oft gar nicht am Stoff. Sondern am Bund.
Ein guter Bund ist breit, ungefähr drei bis vier Zentimeter. Dann drückt er nicht an einer Stelle, sondern verteilt sich.
Und er sollte sich nicht einrollen, wenn du dich hinsetzt. Das passiert bei schmalen Bündern fast immer.
Zu viele billige sind teurer als wenige gute.

Ich hatte immer zwölf Stück in der Schublade. Getragen hab ich vier.
Der Rest war ausgeleiert, hatte Löcher oder war einfach unangenehm.
Rechne es mal pro Tag: Eine Hose für 14 Euro, die du drei Jahre trägst, kostet dich gut einen Cent am Tag.
Kauf lieber vier, die du wirklich anziehst.
Und was hab ich jetzt?
Ich hab mich am Ende für BAMU entschieden. Viskose aus Bambus, breiter Bund, kein eingenähtes Etikett.
Das Wichtigste für mich: Abends fühlt es sich noch an wie morgens.
Geh die sieben Punkte durch, bevor du das nächste Mal nachkaufst. Egal bei welcher Marke.